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Dominanz und Rangfolge in der Hundeerziehung - Schreckgespenst oder Segen ?

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bembix
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Dominanz und Rangfolge in der Hundeerziehung - Schreckgespenst oder Segen ? Zum Anfang der Seite springen

Teil 1

Hallo, habe mir mal erlaubt einen - sicher unvollständigen - Beitrag über sie Dominanz bei Hunden zu schreiben, da nirgends im Bereich der Hundehaltung mehr polarisiert und missverstanden wird .
Aufgrund der Länge welche die zulässige Zeichenanzahl pro Post bei Weitem überschreitet bin ich leider gezwungen diesen Beitrag in drei Teile zu splitten. verwirrt

Die Sache mit der Dominanz und den Trieben kommt hier in letzter Zeit immer wieder auf den Tisch und da gerade Neueinsteiger – welche meine Vorposts nicht kennen und bevorzugt populärwissenschaftliche Hundeliteratur kennen – geradezu schockiert sind, werde ich hier mal einige Erläuterungen zum Thema machen.

Es ist für mich sehr ermüdend immer wieder auf falsch verstandene Untersuchungsergebnisse einzugehen und daher ist in laufenden Threads vieles meiner Ausführungen unvollständig – ich schrieb meistens das gleiche wenige Tage zuvor – und für einige Leser, welche sich nicht die Mühe machen auch einmal in anderen Threads zu lesen was ich schrieb, aus jenem Grunde auch unverständlich ( ich kann einfach nicht auf jeden Hundepost einen Aufsatz wie diesen schreiben ehe ich zum eigentlichem Problem komme – nur weil’s in irgendeinem 15 ,-€ Buch anders steht ). Dies will ich nun mit diesem Post – auf den ich künftig verweisen kann ändern.
Nichts kann einem das Forenleben mehr verleiden als alle zwei Tage das Gleiche zu schreiben. Durch meinen Unwillen jede Threadbeantwortung durch Grundwissensvermittlung an einige wenige zu verhindern bleibt es unvollsträndig und für viele nicht nachvollziehbar - verständlicherweise.

In letzter Zeit drängen Bücher auf den deutschen Markt die einen Wissensstand wiederspiegeln der vor einigen Jahren als revolutionär galt – im Grunde veraltet halt nur jetzt erst übersetzt..
Sie beruhen aufgrund der Untersuchungen verschiedener Kynologen - gemacht in amerikanischen Naturschutzgebieten. Im Wesentlichen sagen diese Untersuchungen aus das natürliche Leben eines Wolfsrudels finde in einer Eltern / Kind – Familie statt in der es eine gewachsene Rangordnung gäbe. Automatisch wären immer die Eltern über die Welpen dominant ( das es Dominanz gibt wird auch hier von niemanden bestritten) und die Welpen würden zum Gründen einer eigenen Familie abwandern und dann automatisch selbst dominant sein.
Dies ist vermutlich richtig.

Man vergisst dabei aber das es sich um in Ausweitung begriffene Bestände handelt. Sind aufgrund einer großen Bestanddichte, starken Bejagungsdruckes oder sonstiger unmöglichen Abwanderungsmöglichkeit die Tiere gezwungen in großen Rudeln zu leben ( wie es für Wölfe ja ursprünglich normal ist ) treten strenge hierarchische Strukturen auf.
Jeder kann dies am Wolfsgehege ( wo die Wölfe eben nicht, wie übrigens in der Menschenfamilie auch , abwandern können ) in wenigen Minuten feststellen. Auch gibt es jahrzehnte lange Beobachtungen an Gehegewölfen die minutiös ( beispielsweise am Kieler Institut für Haustierkunde -nonstop über 30 Jahre dokumentiert ) Rangstrukturen die einem beständigem Wandel unterzogen sind nachweisen. Etwas wird gerne im begeistertem Lesendieser Arbeiten übersehen diese wölfe verlassen Ihr Rudel mit Erlangung der körperlichen Reife , jedoch weit vor Erlangung der sozialen Reife .
Noch etwas vergessen die Anhänger dieser Theorie : Hunde sind keine Wölfe. Sie sind ähnlich, aber in Teilbereichen unterscheiden sie sich. Sind also Wölfe als Beispiel heranzuziehen dann am ehesten Gehegewölfe welche – genau wie Familienhunde – nicht aus ihrem Rudel so einfach abwandern können.

Dies bestätigen ebenfalls die Untersuchungen am Kieler Institut für Haustierkunde ( Pudel ) den Jackson Laboratories ( verschiedene Rassen ) und diverse andere Untersuchungen wie zB. die der Verhaltenskundlerin Dr. Marshall Thomas welche ein Hunderudel ohne jegliche Erziehung und Einmischung – mit dem Recht jederzeit machen zu wollen und sogar jederzeit streunen zu gehen ) im Haushalt hielt – in allen Fällen gab es strenge Hierarchien bis hin zur Tötung von Tieren oder deren Welpen wenn ein Verstoß gegen das Rangsystem vorlag.

Eine Rangfolge ist Friedenssichernd und Überlebenswichtig für alle in Gruppen lebenden Tiere – aber dies wird ja auch von niemanden bestritten – nicht einmal in den oben genannten Untersuchungen.

Es werden hier also Sachen verglichen die sich nicht vergleichen lassen, nur man liest halt nur was man lesen möchte – zu schön die Vorstellung einer Hundewelt wie Disney sie uns suggeriert mit Hunden die eine Menge Verständnis für Ihre Besitzer mitbringen – entbindet uns dies doch schließlich davon Verständnis für unsere Hunde aufbringen zu müssen. Viele Menschen sind dazu rein intellektuell nicht in der Lage – von ihren Hunden erwarten sie es aber !

Jetzt lässt dies zwei verschiedene Handlungsmöglichkeiten zu. Zum einen ein Dominanzmodell welches im Grunde seit Anfang des 19. Jahrhunderts besteht und in dessen Namen hunderte von Hunden gequält und gebrochen wurden. Viele Hunde wurden erst dadurch aggressiv und mussten dies mit dem Leben bezahlen.

Zum anderen ein Antiautoritätsprinzip welches in der Praxis bereits in den 70´er Jahren völlig scheiterte und ebenso vielen Hunden das Leben kostete.
Was ist aber die Lösung ? In welche Richtung sollten wir gehen ? Was ist hundgerecht ?

Meine Antwort ist ich weiß es nicht ! Ich bin kein Hund und kein Mensch der Welt weiss was Hunde wirklich denken, wie sie empfinden und wie sie verknüpfen. Ich habe allerdings eine Ahnung davon – durch den Besitz einiger Hunde und durch die Arbeit mit vielen Hunden.
Kein Mensch der Welt kann von sich etwas anderes behaupten: Es ist allenfalls eine Ahnung davon wie die Wirklichkeit sein könnte.
Es ist Klar das Hunde Sozialstrukturen brauchen , eine Rangordnung , einen der die Regeln aufstellt. In der Natur derjenige der die Jagd eröffnet ( Wolf oder besser noch Dingo ) im Haushalt derjenige welcher dem Hund unsere Regeln vermittelt und sie im Idealfall auch durchsetzt.
So hart wie es klingt – wir wünschen von unserem Hund ein Verhalten welches in keinster Weise natürlich ist – also müssen wir es ihm vermitteln. Natürlich wäre es beispielsweise für jeden Hund Nachbars Katze zu erlegen, Kindern auf dem Fahrrad jagend hinterher zu jagen oder einfach ins Wohnzimmer zu machen.
Was machen wir aber in solchen Fällen ? Welche Möglichkeiten haben wir ? Dominanz oder Gewalt? Positiv bestärken ? Negativ oder postiv Bestrafen ?
Was tun wir wenn es um Agressivität geht ? Wenn ein Hund erst beisst sind wir mit positiver Bestärkung und Ignoranz schnell am Ende – wir werden keinen Erfolg haben. Warum beißt überhaupt ein Hund ?

Es gibt unzählige Theorien zu diesem Thema. Die einen sprechen grundsätzlich von Dominanz welches meiner Meinung nach Unsinn ist, andere von Trieben ( welche man nach heutigen Gesichtspunkten als unwahrscheinlich ansehen muss da man eher von steuerbaren Instinkten als von unausweilichen Triebhandlungen spricht) die anderen haben auslöserbezogene Theorien. Es gibt viele davon und wie man hier weiß bevorzuge ich die von Hassenstein und Feddersen Petersen – eine Theorie von vielen, für mich jedoch die plausibelste.
Ebenso unterscheiden sich logischerweise die Lösungsansätze.

Die Anhänger der reinen Dominanztheorie setzen in solchen Fällen auf Unterordnungsbefehle und ständigen Blickkontakt, die anderen suchen nach den Ursachen. Einem Joggerjagendem Hund wird beispielsweise die Möglichkeit gegeben anderseits seinen Jagdinstinkt abzugewöhnen während man synchron versucht in den Problembereichen eine Umkonditionierung zu schaffen.
Erfolg haben ohne Zweifel beide und auf beiden Seiten gibt es glückliche Hunde und Besitzer wie auch Totalversager. Es gibt keinen goldenen Weg!

Was ist richtig ? Die Puristen der Dominanztheorie fragen sich ob es einen Unterschied mache ob der Hund aus dem einem oder anderem Grund zubeißt , die einzig relevante Frage sei die Unterscheidung zwischen erwünschtem und unerwünschtem Verhalten.
Die Ursachenforscher meinen es sei sehr wohl von Interesse da ein Hund nicht immer und auf allen Gebieten aggressiv ist.

Andererseits ist es nachgewiesen, dass ein Hund der auf einem Gebiet lernte mit aggressivem Verhalten sein Ziel zu erreichen dies auch auf andere Gebiete ausweitet. Führt gewohnte Handlung wie Flucht ( Beispiel Angstbeißer ) nicht zum gewünschtem Erfolg ( Abstand zum angsteinflössendem Objekt zu gewinnen ) so wird er schnell hektisch versuchen Ersatzhandlungen auszuprobieren. Schnell wird da eine Aggression gewählt. Das fatale an der Situation ist es jedoch dass wenn dies nach einer Weile auch nicht mehr den gewünschten Erfolg zeigt sofort zu noch offensiverem Verhalten gegriffen wird. Kynologen und Psychologen bezeichnen dieses Verhalten als Löschungstrotz. Dies führt dazu, dass nach einer ehemalig schlechten Erfahrung mit einem anderem Hund beispielsweise , nach wenigen vergeblichen Drohgesten bald jeder Hund offensiv Angegriffen werden kann.

Hat der Hund jedoch auf einem Gebiet positive Erfahrungen mit aggressivem Verhalten gemacht so wird er es auch bald auf anderen Gebieten bevorzugt einsetzen.
Was bedeutet dies für uns ? Haben damit die Dominanzpuristen recht ? Kommt es nur drauf an ob ein Verhalten erwünscht oder unerwünscht ist ? Rücken so nicht die Ursachen in den Hintergrund ? Oder macht es Sinn zunächst im Hauptproblemgebiet Alternativlösungen durch Gegenkonditionierung und erhöhte Stressresistenz zu verringern um dann gezielt andere Probleme anzugehen ?
Der Hundebuchautor Brian Kilcommons beschrieb die Lage einmal wie folgt:
„Das Einzige, worauf sich zwei Hundetrainer einigen können, ist, dass ein dritter Unrecht hat. “ Und damit hat er recht ! Niemand hat den absolut richtigen Lösungsweg und wie immer haben Extremisten absolut Unrecht da sie blind für eine objektive Beurteilung sind. Sie schütten Ihre Gehirnwindungen zu mit vorgefertigten Meinungen und verlieren die Fähigkeit nachzudenken.


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08.07.2004 18:57
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Teil 2

Die Dominanztheorie wird heute aufgrund der hier neu ( aufgrund der verspäteten Übersetzung ) auf den Markt drängenden – im Grunde aber veralteten oft mit oberflächlichen Argumenten, die ohne Zweifel dem Laien einleuchtend erscheinen verteufelt dies schon seit Jahren – auch vor der aktuellen Strömung.
Eine der Autorinnen die diese Strömung mit als erste ins Bewusstsein der Leser brachten war Jean Donaldson in Ihrem Buch „ Hunde sind anders “.
Sie hat in vielem Recht was sie schrieb vor allem Ihre Annahme Hunde seien Opportunisten die immer auf ihren eigenen Vorteil aus wären ist einer der wichtigsten Lehrsätze die sich jeder hinter die Ohren schreiben sollte.
In anderen Punkten haben Ihre Theorien jedoch eine auf den ersten Blick recht einleuchtende und erstaunlich vordergründige Logik die eine ernsthafte Beschäftigung mit der Thematik Dominanz vermissen lässt.

Es klingt bestechend logisch wenn sie 1996 schreibt :

„ Mein Lieblingsmythos ist das Ding mit dem Zuerst-durch-die-Türe- gehen. Welcher Wirrkopf hat die Vorstellung aufgebracht es bedeute Dominanz oder er übte eine solche aus, wenn er vor dem Besitzer durch die Eingangstür stürzt ?
Wenn Hunde durch Türen stürzen, versuchen sie die Distanz zwischen sich und dem was draußen ist, so schnell wie möglich zu überwinden, weil sie aufgeregt sind, weil sie niemals von einem Grund gehört haben, warum sie dies nicht tun sollten. Wann immer ein Hund etwas tut, sollte man erst einmal folgende Gründe ausschliessen, anstatt sich von einer so dummen Theorie wie der Rudeltheorie überwältigen zu lassen: weil sein Verhalten durch irgendetwas in der Umgebung bestärkt wird oder weil vorher noch niemand auf die Idee gekommen ist, es anders zu verlangen. “

Nun heute spricht kein Kynologe der Welt noch ernsthaft von diesen damaligen Thesen. So logisch sie klingen so unüberlegt sind sie. Dennoch waren sie wichtig zu jener Zeit. Mahnten sie uns doch diffiziler nachzuforschen warum ein Hund so handelt wie er handelt.
Es ist naiv von Ihr zu meinen ein Besitzer den dieses Verhalten stört würde niemals auf die Idee gekommen sein dies zu unterbinden – was ist aber wenn der Hund dfann dennoch nicht hört ? Ist es dann immer noch einzig und alleine Neugier oder der Wunsch die Distanz zu verringern ? Liegt nicht ein wenig Missachtung des Kommandos dahinter ? Klar ist dieses Hundeverhalten normal und natürlich aber wir erinnern uns an den Text weiter oben in dem ich aufzeigte, dass weder im Wildhunde -, Hauhunde - oder Wolfsrudel noch beim Einzelhund im Familienbetrieb völlig natürliches Hundeverhalten erwünscht ist. Immer gibt es Regeln, Hierarchien und damit auch Dominanz um diese Durchzusetzten – dies bestreitet die Autorin auch nicht.

Ist denn alles in jenem Beispiel mit Dominanz zu erklären ?
Natürlich nicht !! Neben ihrem Beispiel gibt es viele andere Gründe die ein derartiges Verhalten fördern. Als erstes wäre hier zu nennen, dass viele Besitzer durchaus einen wachsamen Hund wollen, nur dem Hund nie die Grenzen aufzeigten bzw. sich derer selbst nicht bewusst sind. Weiter wird jenes Verhalten automatisch positiv bestärkt – Beispiel Briefträger: Er dringt in das Revier ein, der Junghund knurrt, der Briefträger verschwindet weil die Post eingeworfen wurde. Der Hund verknüpft dies jedoch nicht mit der Post sondern mit seinem Knurren. Das nächste Mal wird er stärkere Drohgesten wählen und auch damit scheinbar Erfolg haben bis sich das Verhalten bei jedem Neuling verselbstständigt.

Was hat das nun mit der Tür zu tun ?
Natürlich hat die Autorin recht wenn sie beschreibt man könne Dominanzverhalten damit nicht korrigieren indem man zuerst durch die Türe geht, den Hund als letztes mit Nahrung versorgt oder ähnlichen Tipps. Hier muss immer symptomatisch auf die jeweilige Situation eingegangen werden. Ihre Ausführungen zeigen aber das sie sch mit moderner Dominanztheorie niemals auseinandersetzte. Geht der Hund gegen den Willen des Besitzers auf jeden Besucher los so handelt es sich um Ignoranz dessen Führungsanspruches sofern er das Kommando kennt.
Hier hat die Futterschüssel oder die Türe nur zweitrangige Bedeutung , die aber nicht zu unterschätzen ist. Liegt eine Rangstörung vor so muss zusätzlich zur Symptomatischen Behandlung auch auf anderen Gebieten klargestellt werden das man die Regeln bestimmt.
Hunde sind keine Tyrannen und Hundealphas werden niemals jeden Regelverstoß ahnden , ja sie sind erstaunlich großzügig und schon ein Blick zeigt dem Missetäter, das er etwas tut was er nicht darf – dennoch gibt es keinen Ärger für ihn. Wird aber ein kompletter Herrschaftsanspruch in Frage gestellt so hat der Emporkömmling nichts zu lachen, er wird in allen Bereichen dominiert um ihm seine Stellung zu vergegenwärtigen. Nichts anderes ist die Türgeschichte – ein Vorführen des richtigen Stellungswertes.
Man darf jedoch nicht den Umkehrschluss wagen ein Hund auf dem Sofa, im Bett, der zuerst Fressen bekommt oder durch die Türen stürmt wäre automatisch ranghoch. Immer müssen andere Ursachen ( Gewöhnung, unbewusste Erwartungshaltung des Besitzers, mangelnde Erziehung, Aufregung , .. ) ausgeschlossen werden und bei weitem nicht immer ist dies auch behandlungswürdig. Ist ein Hund aber dominant so muss man auch auf diesen Gebieten handeln.
Hier haben Bücher wie dieses gute Arbeit geleistet und uns die Augen geöffnet, dennoch sind sie vordergründig und oft fanatisch – also dadurch in weiten Teilen unbrauchbar sofern sie als alleinige Lektüre dienen. Zusätzlich hinzugezogen aber vermutlich ein Segen für die Hunde.
Es ist immer wichtig beide Seiten zu kennen um objektiv urteilen zu können.

Was bedeutet aber nun Dominanz, warum sind so viele Menschen zu Recht strikt gegen sie ?
Dominanz bedeutet nichts anderes als sich gegenüber einem anderem Lebewesen durchzusetzen. Dominanz bedeutet nicht blind zu sein für die Bedürfnisse der Lebewesen, gar sie zu unterdrücken oder zu misshandeln.
Hunde sind Opportonisten die immer auf Ihren Vorteil bedacht sind. Dies ist auch die anerkannte Meinung der Dominanzgegener . Leider lässt sich dieser Vorteil mit unserem Leben als Menschen in einer Gemeinschaft von Menschen nicht decken. Es müssen also Regeln her welche auch durchgesetzt werden können.

Hier gibt es viele Methoden: Besonders populär und auch erfolgreich ist die positive Bestärkung.

In Ihrer Reinform beinhaltet sie das Ignorieren von unerwünschtem Verhalten und das Belohnen von erwünschen Tätigkeiten.

Sie hat aber Grenzen wenn das unerwünschte Verhalten eine stärkere Belohnung für den Hund darstellt als das erwünschte Verhalten. Es kann für den Hund ein viel stärkerer Reiz, eine höhere Belohnung sein ein Kaninchen zu jagen als die Folgen einer Ignoranz durch den Besitzer darstellen.
Der Hund bestärkt sich dann selbst positiv – mit unerwünschtem Verhalten. Alleine ist positive Bestärkung also nicht zu händeln.
Man benötigt eine Möglichkeit negatives Verhalten zu verhindern. Die Jagd auf Nachbars Katze stellt unter Umständen für den Hund eine größere Belohnung dar als das Leckerlie oder der Klicker in unserer Hand – und was dann ? Jedes Rufen, jedes Klickern in einer solchen Situation bringt nur den Lerneffekt das es nicht unbedingt nötig ist uns zu gehorchen – im Gegenteil: Gehorchen lohne sich nur wenn ordentlich was dabei rumkommt.

Es muss also auch ein Mittel her um unerwünschtes Verhalten zu unterbinden – sonst geht es nicht.
Früher – hauptsächlich unter der mittelalterlichen Dominanzansicht der 70´er Jahre zwängte man den Hund in Stachelhalsbänder, Würger, brach sie, warf nach ihnen mit Steinen oder Ketten oder machte Unterordnungsübungen bis der Hund nur noch unterwürfig hinter dem Besitzer herkroch. Dies kann es nicht sein und dies hat nichts mit Sachkenntnis zu tun. Leider ist diese Methode auch heute noch in einigen wenigen ( meist Diensthundevereinen von denen einige teilweise enorm resistent gegen Hintergrundwissen waren und sind ) gebräuchlich.

Diese Methode nennt man positive Strafe ( im Sinne von aktivem Hinzufügen unangenehmer Sachen ) . Zweifellos hilft sie sollte aber absoluten Kapitalverbrechen des Hundes vorbehalten ( wie es Hunde untereinander in der Regel auch tun ) sein und niemals in der normalen Grunderziehung eingesetzt werden. Ängstliche Hunde versaut man damit zumeist erst recht und sind sie ängstlich-aggressiv ( Angstbeisser ) so wird das Verhalten dadurch eher gefestigt werden. Hinzu kommt immer auch eine Verknüpfung mit dem Besitzer

Was bleibt uns aber sonst an Einflussnahme auf den Hund wenn das aktive Hinzufügen von unangenehmen Sachen wie es früher üblich war in der Regel unterbleiben sollte ?

Eine Möglichkeit wäre das Hinweglassen von Privilegien auch negative Strafe ( im Sinne von etwas Hinwegfallen lassen ) genannt. Man kann beim zu wildem Spiel dies sofort unterbrechen, beim ziehen des Hundes um irgendwohin zu kommen Zwangspausen einlegen bis der Hund merkt das nur lockeres Gehen ihn zum Ziel bringt, man kann den Hund beim anspringen zur Begrüssung von dieser ausschliessen indem man ihn kommentarlos auf den Platz schickt. Man kann ebenso das ihm in Krisensituationen als Anreiz vor die Nase gehaltene Leckerlie kommentarlos in die Tasche stecken und umkehren, ...... Dies ist die bessere Methode und sollte die Regel in der Problembewältigung sein.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von bembix: 08.07.2004 19:00.

08.07.2004 18:59
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Teil 3

Auch gibt es viele andere Methoden Hunden Wissen zu vermitteln oder unerwünschtes Verhalten zu ändern.

Da gibt es die Konditionierung in ihren unterschiedlichen Formen, die Gewöhnung , Extinktion, Desensibilisierung und Sensibilisierung, und gezielte Verstärkung welche jedoch guten Grundgehorsam voraussetzt und folgende Versionen umfasst :

1 ) Gezielte Verstärkung von unvereinbarem Verhalten:

Hier wird beispielsweise einem ziehendem Hund das Kommando Platz gegeben. Zweck:
Ein liegender Hund zieht nicht. Einem andere Hunde beissenden Hund wird beigebracht einen Ball im Fang zu tragen - ein tragender Hund hat den Fang nicht frei,....


2) Gezielte Verstärkung von Alternativverhalten :

Wird genommen wenn kein unvereinbares Verhalten möglich ist. Beispiel: Ein Kläffender Hund wird durch die Konzentration auf einen neuen Befehl vom Verhalten abgehalten. Nach und nach verbindet sich der Reiz mit dem Alternativverhalten.

3 ) Gezielte Verstärkung von verschiedenem Verhalten:

Hier geht es darum das Nichtauftreten einer Verhaltensweise zu Belohnen. Beispiel: Einem auf andere Hunde aggressiv reagierendem Hund wird ein Leckerlie vor die Nase gehalten welches er erhält wenn er sich ruhig verhält.



4 ) Gezielte Verstärkung von herausragendem Verhalten:

Hier geht es drum das Gelernte zu festigen und dem Hund das gewohnte Leckerlie nur noch zu geben wenn ein Befehl besonders schnell oder sauber durchgeführt wird.




Diese Verstärkungssorten mit dem entfernen von Privilegien und Vorteilen sollten ausreichen einen Problemhund zu erziehen. Wichtig ist jedoch eine Hundeschule um einen gewissen Grundgehorsam voraussetzen zu können.
Als stärkste Positive Strafe sollte ein seltener Schnauzgriff ausreichen – wir erinnern uns ja das wir auch ein Mittel brauchen wenn Nichtgehorsam den Hund stärker belohnt als Gehorsam dies täte.

Hat dies nichts mit Dominanz zu tun ? Stellen wir nicht dennoch die Regeln auf und setzen sie durch ? Es geht nicht um das Thema Dominanz an sich sondern darum was wir darunter verstehen.

Dominanz und Rangfolge wie Hunde es verstehen hat nichts mit Brechen einer Hundeseele zu tun – wer dies meint argumentiert naiv und hat sich nicht damit auseinandergesetzt – egal ob Anhänger oder Gegner der Dominanztheorie, er hat veraltete Ansichten.

Oft höre ich den Vorwurf ich würde nicht über den Tellerrand hinausschauen. Meist sind dies Leute die Ihre Meinung weder begründen können noch lesen was ich überhaupt schreibe.

Immer bisher jedoch waren es Leute die selbst nicht über Ihren Tellerrand schauen und niemals mit modernen Ansichten die Rangstruktur betrachteten. Sie gehen von mittelalterlichen Methoden aus welche kein Mensch heute mehr favorisiert. Sie sind genauso veraltet in ihrem Wissen wie die Puristen der Wolftheorie den man brechen müsse da sie diese als aktuellen Dominanzstand erahnen.

Ich finde es höchst bedenklich wenn junge Autoren – aus Angst vor den ehemals Hundebrechenden Dominazmethoden diese verleugnen und sich abenteuerliche geistige Verrenkungen erlauben um dieses Wort - in dessen Namen soviel Unheil an Hunden angerichtet wurde - zu vermeiden.
So spricht man von gewachsenen Familienstrukturen beim Wolf in Expansionstendenz ohne sich deren Unübertrabarkeit bewusst zu sein, so spricht man von Hunden mit Kontrollkomplex oder ähnlichen abenteuerlichen Umschreibungen.
In einem Buch ( im übrigen sehr gutem Buch ) wird in jedem Satz Lindsay´s „ Handbook of aplied dog beahvior and trainig ( 2001 ) “ als Beweis für die eigene These zitiert mit dem Hinweis an den Leser das Wort Dominanz durch Kontrollkomplex oder ähnliches zu erstezen. Das kann es doch nicht sein. Man kann nicht etwas als Beweis heranziehen indem man die Kernaussage selbstständig komplett verändert.

Die Dominanztheorie verkam zu einer falsch verstandenen Theorie – zudem durch arischen Gedankenwahn unterstützt. Es geht nicht um die Bestie welche nur durch Härte bezwungen werden kann.
Dominanz und Rangfolge bedeutet Vertrauen schaffen, den Schutz des Rudelführers zu vermitteln wie dies in Hunderudeln auch geschieht und dem Hund klare orientierende Strukturen zu vermitteln. Hundegehirne können auf sozialer Ebene nur in hierarchischen Strukturen denken und unsere Regeln ermöglichen es ihnen erst sich in unserer Welt im Wechselspiel zwischen Welpe der von uns ernährt und Rudelboss - welcher uns unter Umständen gar als blinde Menschen über die Strasse führt - zurecht zu finden.

Auch Hunde nutzen diese Strukturen nicht um sich gegenseitig zu brechen sondern um sich zu stützen und um eine starke Gemeinschaft zu werden. Machen wir als Besitzer also die Augen auf für hundgerchte Dominanz und Rangstrukturen.
Wir müssen uns verabschieden vom Gedanken an einen und der nur drauf wartet uns als Chefs enttronen zu können. Wir müssen es sehen als das was es ist. Jede Art der Rangordnung, der Dominanz ist nicht drauf gerichtet die Rudelherrschaft zu übernehmen sondern unsere Welt für den Hund verarbeitbar zu machen. Bieten wir ihm nicht das Umfeld was er braucht ist er gezwungen selbst orientierende Strukturen zu schaffen – ohne Hass und bösen Willen gegen den Besitzer.
Wer also seinem Hund was gutes tun will sollte ihm diese Strukturen bieten – ohne Angst davor das Ding auch beim Namen zu nennen – vielleicht als Vorreiter eines neuen, hundgerechteren Denkens wie es einst zu ihrer Zeit die Gegner der Dominanztheorie waren, bis die Wissenschaft uns eines Tages wieder ein Stück näher an die Seele des Hundes führt.

Ich behaupte nicht Recht zu haben und die ständige intensive Beschäftigung mit dem Thema Hund haben mich meine Meinung öfter in Teilbereichen revidieren lassen aber ich informierte mich immer über beide Seiten einer Theorie – ohne Ausnahme und dies ist eine Ansicht die ich ruhgen Gewissens vertreten kann und die Erfolge über die Jahre ( auch wenn ich früher vieles eher unbewusst tat ) geben mir recht.

Ich hoffe nun ein wenig mehr Klarheit in diese verworrene Thematik gebracht zu haben oder auch nur meinen persönlichen Standpunkt erläutert zu haben – was mir schon reichen würdeauch wenn ich mich über eine differenziertere betrachtungsweise - unabhängig von vorgekauten Meinungen freuen würde, auch wenn auch ich kein Monopol auf Allwissenheit habe.
In bestehenden Threads ist dies aus Platzmangel nicht möglich schließlich geht es dort um ganz andere Probleme. Künftig kann ich hierauf verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

bembix Winke

ps : Dieser Artikel ist aufgrund meiner persönlichen Eindrücke wärend meines Lebens mit Hunden entstanden. Ebenfalls beeinflussten mich meine annähernd 200 Hundebücher alle auf Ihre Art und Weise.

In besonderer Art und Weise für diesen Artikel befruchteten mich - neben unzähligen unbewussten Einflüssen und früher gelesenen Werken - jedoch folgende Bücher in denen die Kernthesen beider Lager teilweise nachzulesen sind und recht konträr an die Sache rangehen:

Feddersen Petersen : Hundepsychologie
Ziemen: Der Wolf & Der Hund
Mech : Alpha-Status, Dominanz und Arbeitsteilung in Wolfsrudeln
Aldington: Von der Seele des Hundes
O´Heare : Das Aggressionsverhalten des Hundes
Rugaas : Calming Signals
Schöning : Hundeverhalten
O´Heare : Trennungsangst beim Hund
Pryor: Positiv bestärken - sanft erziehen
Fennell : Mit Hunden sprechen
Eaton: Dominanz - Tatsache oder fixe Idee ?
Donaldson : Hunde sind anders
Berlowitz : Das Wesen des Hundes
Stemmler : Anormale Aggressivität bei Hunden
Laser : Clickertraining
Bloch: Der Wolf im Hundepelz
Burch: How Dogs learn
Ray: Hunde - neue Erkenntnisse über Herkunft, Verhalten und Evolution der Kaniden.
Marshall Thomas: Das geheime Leben der Hunde

Viele weiter Bücher und Artikel die ich las jedoch nicht explizid hierfür heranzog.

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Dieser Beitrag wurde 10 mal editiert, zum letzten Mal von bembix: 15.09.2005 17:52.

08.07.2004 18:59
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Hallo,

viel Mühe zu einem durchaus interessanten Thema . Darüber sollte diskutiert werden , alte , eingefahrene Weisheiten sind heute überholt, das ist wohl richtig!!Obwohl viele Ausbilder daran festhalten . Nur leider ist das, was Du geschrieben hast , irgendwie ( sorry ) langweilig formuliert und aufgeschrieben.Schlangensätze , teilweise ohne echten Bezug . Ich befürchte, daß kaum jemand es wirklich vollständig liest.Obwohl es das ohne Zweifel wert ist. Absätze, Thesen in Fettschrift usw. wären optisch interessanter . Du solltest das mal als PDF,ZIP zum dowloaden anbieten, dann kannst Du das Ganze leserfreundlicher gestalten. Würde es dann sogar gerne auch auf meiner Seite veröffentlichen, da es durchaus bemerkenswert ist. Obwohl manche Dinge nicht immer meine Meinung wiedergeben.Ich finde es klasse,wenn jemand ein Thema teilweise völlig neu und fundiert beleuchtet.

MfG
Andrea Del Cotto

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von andreadc: 08.07.2004 21:16.

08.07.2004 21:14 andreadc ist offline
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bembix
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Nun auf meiner eigenen Webseite achte ich mehr auf Inhalt und Stil - leider fehlt mir die Lust diese weiter zu betreiben da immer der Zwang dahinter steckt zu aktualisieren- bei einer 100 Stunden Arbeitswoche fehlt mir die Lust.

Kannst hier gerne verlinken und vielleicht baue ich´s mal auf einer meiner Webseiten ein wenn ich mal wieder Lust habe was dran zu machen. Eine Veröffentlichung auf fremden Webseiten ziehe ich zur Zeiit nicht in Betracht.
Im Moment sieht´s eher so aus als werde ich die meisten meiner Homepages abgeben ( z.B.
(Dieser Link wird erst nach der Registrierung angezeigt) ).
Da ich es schaffe selbst den kleinsten Artikel zig mal zu editieren ( die Finger sind halt schneller als meine Geduld ) versuche ich es hier nicht mal ernsthaft großes Grinsen
Wäre es für meine Webseite oder eine Ausstellung wäre dies etwas anderes - würde aber auch ein vielfaches der Zeit verschlingen. Dies hier war exklusiv für die htc . Winke

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von bembix: 08.07.2004 21:31.

08.07.2004 21:19
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Dabei seit: 26.04.2004
Beiträge: 367

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Hallo,

schade ! Da steckt soviel Mühe und Wissen drin !! Wollte auch den Stil nicht kritisieren, ist ja nur ein Thread in einem Forum !! Was ich damit meine, es wäre schade, wenn Du das Ganze nicht mal veröffentlichbar formulieren würdest. In dem Sinne von druckbar für die Öffentlichkeit. Da ist sicher nicht so viel zu editieren. Das hält sich im Rahmen. Naja, verstehe durchaus wenn es zu viel Mühe macht, aber trotzdem , schade ist es allemal.

Gruß
Andrea


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08.07.2004 21:31 andreadc ist offline
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bembix
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Wie gesagt - leider sind mir meine Seiten schon zuviel traurig , sie kosten einfach nur und ich arbeite schon ewig nicht mehr dran.
Dennoch danke ! Winke

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08.07.2004 21:33
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Dabei seit: 17.01.2003
Beiträge: 31

Ein gutes Zitat Zum Anfang der Seite springen

Du schriebst fast am Endes Deines Artikels:

>>....die Erfolge über die Jahre ( auch wenn ich früher vieles eher unbewusst tat ) geben mir recht.

Ja,

die praktische Erfahrung macht den Experten.
Fachbücher können da nur ergänzen - sind meiner Meinung obsolet.

Das Internet bietet uns allen endlich die Möglichkeit recht einfach zu kommunizieren.

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09.07.2004 01:36 berndschwarz ist offline
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nearlydoggyvet nearlydoggyvet ist weiblich
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vielen dank! ich sehe, wir lesen dieselben bücher...ich kann dir nur zustimmen.
prinzipiell müssen sich einfach immer noch viele menschen daran gewöhnen, dass es nicht "die" erziehungsart oder "das patentrezept" gibt, das ihnen hilft mit ihrem hund zurechtzukommen. jede hund-besitzer-kombi ist und bleibt individuell und speziell. klar, man kann tipps geben, die in den meisten fällen gut funktionieren - aber dazu muss der mensch auch sein problem erst mal erkennen. oft scheiterts schon daran. gute trainer haben daher ein flexibles konzept und stellen sich auf jeden ihrer kunden neu ein. wenn jemand ein buch schreibt und mit seiner methode die lösung alle probleme verspricht, lügt er den hoffnungsvollen tierbesitzern (und möglicherweise sich selbst) schlichtweg in die tasche.

und schließlich hat ja auch die ethologie noch lang nicht ausgeforscht... Augenzwinkern

MFG

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11.06.2005 02:40 nearlydoggyvet ist offline
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