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Barf / Natural Dog Food
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Barf / Natural Dog Food |
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| Barf / Natural Dog Food |
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Hi
Unter den Begriffen Barf (Bones an raw food) und Natural Dog Food versteht man die Fütterung des Hundes mit rohem Fleisch und Gemüse / Obst.
Vor ungefähr 30 Jahren gab es noch kein industriell hergestelltes Hundefutter, die Tiere wurden vorwiegend durch Küchen und Schlachtabfälle ernährt. In den meisten Hundefuttern, die momentan auf dem Markt sind, ist der Hauptbestandteil Getreide. Wieso das wo der Hund doch ein Beutetierfresser ist? Abgesehen davon kann man in Deutschland nicht kontrollieren, was man seinem Hund tatsächlich zu fressen gibt, da noch immer nicht alles deklariert werden muss, was wirklich im Futter enthalten ist. In billigen Supermarktfuttern sind Bestandteile wie Urin, Klauen, Kadaver, Felle, unverwertbare Leder, Getreidegluten enthalten. All das, was in der Lebensmittelindustrie keine Verwendung findet. Diese Sachen werden häufig unter dem Begriff der tierischen und pflanzlichen Nebenerzeugnisse beschrieben. Um sie überhaupt verdauen zu können müssen dem Futter bestimmte Zusätze wie beispielsweise Inulin zugeführt werden, schließlich ist das Verdauungssystem des Hundes nicht dafür geschaffen, nur pflanzliches zu verdauen. Der Magen des Hundes ist recht groß, die Länge der Därme im Verhältnis dazu ist gering, bei Pflanzenfressern ist es andersrum.
Vorwiegend aus diesen Gründen beginnen immer mehr Hundehalter, sich mit einer anderen Art der Fütterung auseinanderzusetzen. Nämlich mit der wie sie vor wenigen Jahren noch üblich war, bzw. in anderen Ländern noch üblich ist.
Durch neue Erkenntnisse hat sich die Art wie gefüttert wird, natürlich verändert, man weiß nun was man dem Hund geben muss, damit es zu keinen Mängeln kommt, welche Futtermittel man selten reichen sollte und was man auf keinen Fall geben sollte.
Um den Hund ausgewogen zu ernähren, sollte man in einem Zeitraum von ca. vier Wochen alles in ausreichendem Maße füttern, was der Hund braucht. Das tägliche Futter muss keineswegs ausgewogen sein, dies ist bei dieser Art der Fütterung auch nur schwer realisierbar. Auch werden keine gekochten Essensreste mehr gegeben, sondern eigens für den Hund gekauftes Fleisch. Das Gemüse und Obst welches der Hund bei einer ausgewogenen Ernährung bekommen sollte, muss man oft nicht extra kaufen, sondern kann man von der Ration „Grünzeugs“ des Menschen abzwacken.
Ca. 70% der Gesamtfuttermenge machen Fleisch und Knochen aus, die restlichen 30% bestehen aus Obst und Gemüse + Zusätzen.
Allein mit Fleisch kann man einen Hund nicht ernähren, denn auch in der Natur wird beispielsweise der Mageninhalt der Beute, Beeren von Streuchen, etc. gefressen. Damit der Hund Obst und Gemüse besser verwerten kann, sollte man es pürieren, denn den Hunden fehlt ein Enzym welches Zellwände aufspaltet – so wird der vorverdaute Mageninhalt der Beute, bzw. die überreifen Früchte in der Natur nachgeahmt. Würde man den Hund nur mit Fleisch ernähren, könnte er (abgesehen von Mangelerscheinungen) aufgrund bestimmter fehlender Vitamine auch das Fleisch schlechter verdauen.
Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören auch Dinge wie Seealgen, Öle und Kräuter um den Hund mit wichtigen Mengen- und Spurenelementen, sowie nicht essentiellen Fettsäuren zu versorgen. (Hierzu eignen sich beispielsweise: Spirulina, Rote Seealgen, Leinöl, Lachsöl, Olivenöl, Hagebuttenpulver, …was davon gegeben werden sollte hängt von der übrigen Ernährung ab)
Um den Hund mit ausreichend Kalzium zu versorgen, muss man Knochen, Knochenmehl oder gemahlene Eierschalen geben. Die Knochenfütterung sollte man jedoch langsam mit leichtverdaulichen Knochen beginnen (beispielsweise Geflügel- oder Kalbsknochen), da der Hund erst lernen muss, diese zu verdauen. Die Gabe von ausreichend Kalzium ist wichtig um das „berühmte“ Kalzium-Phosphorverhältnis ausgeglichen zu halten. Phosphor kommt in ausreichenden Mengen in Fleisch, Milchprodukten und in geringeren Mengen auch in Knochen vor. Der ideale Knochenanteil der Nahrung macht ungefähr 10% der Gesamtfuttermenge, bzw. ca. 30% des Fleisch- und Knochenanteils aus.
Die Gesamtfuttermenge liegt übrigens bei ca. 2-3% des Körpergewichtes des Hundes. Dies sind jedoch nur Richtwerte, die durch Alter, Aktivität und individuelle Unterschiedes der Hunde beeinflusst werden.
Man kann sämtliches Fleisch bis auf Schweinefleisch füttern, denn in diesem kann der Aujetzski – Virus enthalten sein. Zwar gibt es den offiziell seit 2003 in Deutschland nicht mehr; da er für den Menschen ungefährlich ist, kann man nicht mit umfangreichen Kontrollen in dieser Hinsicht rechnen. Abgesehen davon ist Schweinefleisch aufgrund der schlechten Ernähung der Schlachttiere für den Hund nicht allzu wertvoll.
Fisch sollte man auch ab und an reichen, jedoch nicht öfter als einmal in der Woche, genauso wie Innereien. Auch diese sind Pflicht für eine ausgewogene Ernährung, sollten jedoch nicht zu häufig gegeben werden. (Herz wird nicht zu den Innereien gezählt, sondern ist Muskelfleisch, trotzdem sollte man nicht zu viel Herz geben)
Därme egal welchen Tieres sollte man nicht geben, Pansen und Blättermagen jedoch schon.
Abgesehen von Schwein und dicken Röhrenknocken sowie bestimmten Pflanzen (Nachtschattengewächse, Zwiebelgewächse) kann man in den richtigen Mengen alles verfüttern. Auch Geflügel, nur sollten die Tiere nicht zu alt sein, denn im Alter werden die Knochen härter und könnten dann tatsächlich splittern.
Die Gefahr das der Hund mit Knochen nicht richtig umgehen kann, ist natürlich bei allen Knochenarten gegeben, genauso gut kann der Hund sich jedoch auch ein einem Trockenfutterstück, Ochsenziemer oder ähnlichem verschlucken.
Ein gewaltiger Nachteil des Barfens ist sicherlich der doch größere Zeitaufwand. Nach einer Weile und mehr Erfahrung, ist es aber nicht mehr zeitintensiver als das Öffnen einer Dose, einzig das Pürieren des Gemüses dauert seine Zeit. Außerdem muss man eine Möglichkeit haben um das Fleisch zu lagern.
Bezugsquellen für das Fleisch und Zusätze findet man viele im Internet, ich habe bisher gute Erfahrungen mit (Dieser Link wird erst nach der Registrierung angezeigt) und (Dieser Link wird erst nach der Registrierung angezeigt) gemacht; es gibt noch zahlreiche andere Anbieter bei denen ich aber noch nicht bestellt habe. Auch vor Ort findet man mit etwas Glück einen günstigen Anbieter.
Natürlich kann man auch das für den Menschenverzehr gedachte Fleisch aus dem Supermarkt kaufen – dies ist allerdings um einiges teurer und in Anbetracht der Tatsache, dass auch das Fleisch der zahlreichen Internetanbieter nur wegen unschönem Wachstum oder anderen Gründen, die die Qualität des Fleisches nicht beeinflussen, billiger zu erwerben ist, kann man bei ausreichender Lagermöglichkeit zu Hause gut und gerne größere Mengen via Internet bestellen. Hunden macht es übrigens nichts, wenn das Fleisch angetaut ist und später wieder eingefroren wird – insofern muss man sich keine Sorgen machen, dass der Versand des gefrosteten Fleisches ein paar Tage dauert.
Durch das Barfen kann man sicherlich einige Verbesserungen des Gesundheitszustands des Hundes herbeiführen, die ernährungsbedingter Ursache sind. Man kann einen Hund aber bei falscher Ernährung genauso minderwertig wie mit einem Billigfutter ernähren. Durch gedankenloses Füttern ohne vorheriges Informieren kann man beim Hund erhebliche Schäden hervorrufen, die leicht vermeidbar sind. Deshalb ist es zu empfehlen, sich als Barf-interessierter Hundehalter ausreichend im Internet informiert. (beispielsweise (Dieser Link wird erst nach der Registrierung angezeigt) ) Literatur gibt es leider nur sehr wenig zum Thema barfen, ein gutes Buch ist „Natural Dog Food“ von Susanne Reinerth.
Ich hoffe, nicht nur abgeschreckt zu haben, sondern eventuell Interesse bei einigen geweckt zu haben.
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Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von romex: 03.01.2007 22:09.
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03.01.2007 17:55 |
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03.01.2007 19:42 |
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03.01.2007 19:49 |
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03.01.2007 19:50 |
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03.01.2007 20:01 |
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joa, versteh ich, ich weiß auch gern was ich füttere (wenn es doch endlich soweit wäre...
) is ja bei meinen hasis genau so....
ist es eigentlich wenn man es so insgesamt sieht viel treurer als dosen futter???
und noch ne frage, auch wenn sie nicht direkt dazu gehört...: gibt es unterschiede zwischen trofu und dosenfutter (also ich mein von der "qualität")
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03.01.2007 20:14 |
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03.01.2007 20:24 |
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03.01.2007 20:25 |
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03.01.2007 20:30 |
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Mein Hund hat auch nen eigenen Gefrierschrank.
Sind sogar ganze 5 oder 6 Schubladen, wir Menschen haben nur noch 4
Portionierst du das Futter wenn es da ist?
Ich werde es bei der nächsten Lieferung nicht mehr machen, weil
a) die Tüten ja nicht richtig zu sein und der ganze Schmodder beim Auftauen rausläuft
b) er ne 1kg Tüte eh in zwei Tagen frisst, solange kommts dann halt in Kühlschrank
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03.01.2007 20:34 |
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03.01.2007 20:37 |
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Ich kann den Geruch vom rohem Fleisch so schon nicht ab, deshalb kommt das in ne Tupperdose und dann weg damit. ^^
... dann müsste ich auch nur noch alle zwei Tage in den Keller um neues Fleisch zu holen, ich werds wirklich so machen.
Kaninchenköpfe werde ich auch bestellen, habe ich kein Problem mit, obwohl ich selbst bis vor einem halben Jahr noch Kaninchen hatte. (Nein, die sind nicht zum Barf-Futter geworden
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03.01.2007 20:41 |
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03.01.2007 20:43 |
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| RE: Barf / Natural Dog Food |
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| Zitat: |
Original von romex
Um sie überhaupt verdauen zu können müssen dem Futter bestimmte Zusätze wie beispielsweise Insulin zugeführt werden, ... |
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Ich denke, Du meintest Inulin, nicht InSulin, richtig?
Ansonsten sehr schöner Text, alles, was man zunächst wissen muss, kompakt und übersichtlich zusammen gestellt. Wird sicher einigen den Einstieg erleichtern, die sich fürs BARFen entscheiden!
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03.01.2007 22:02 |
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03.01.2007 22:08 |
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29.01.2007 22:00 |
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23.08.2007 06:52 |
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Druscha

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06.03.2008 00:17 |
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| Der Betreiber der Haustier-Community distanziert sich hiermit ausdrücklich von dem von Druscha am 06.03.2008 um 00:17 verfassten Beitrag. Bei Rechtverletzungen bitten wir um Benachrichtigung
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